Die Evangelische Kirchengemeinde
Berlin Hohenschönhausen/Nord
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Auf ein Wort.

Monatsspruch Dezember 2017:
Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Lk 1,78-79

Liebe Gemeinde,
wenn jemand anruft oder kommt und mit dem Satz beginnt: Setz dich bitte erst mal hin!, dann ahne ich schon, dass ich leider keine gute Nachricht hören werde. Des­halb wappne ich mich in diesem Moment innerlich, um das zu ertragen, was mir gesagt werden wird und was für vermutlich eine längere Zeit einen Schatten auf mein Leben werfen wird.
In den dunklen Tagen oder Monaten, die auf solche Nachrichten folgen, bin ich darauf angewiesen, dass in mein Leben Licht kommt – Licht, das mir Menschen durch ihre Zuwendung schenken, Licht, das ich ganz unverhofft entdecke, wenn ich ein Kind lachen sehe oder einen wunderbaren Sonnenaufgang erleben darf, Licht, mit dem ein einfühlsames Musikstück oder ein Witz, über den ich herzhaft lachen kann, meinen Tag erhellt.
Zu dem Licht, das mich herausführt aus der Dunkelheit, gehört für mich natürlich der Glaube – der Glaube an Gott, der die Welt gut geschaffen hat und der es daher auch mit mir gut meint, der Glaube an Jesus Christus, der meine Not kennt, weil er selbst vom Anfang bis zum Ende die Sorgen und Nöte der Menschen geteilt hat, und der Glaube an den Geist Gottes, der in mir und durch mich wirkt, der meine Hoffnung auf eine gute Zukunft wach hält und mir hilft, auch für andere zum Licht zu werden.
Es schenkt mir inneren Frieden, wenn ich mich auf dieses göttliche Licht , das im Glauben zu finden ist, einlasse, und dieses Licht in mein Leben ein­lade.
Weihnachten ist ein Fest des Lichts – wir feiern die Geburt Christi, der in einem dunklen, einsamen Stall zur Welt kam und in dem seiner Mutter Maria, den Hirten und den Weisen aus dem Morgenland trotzdem das göttliche Licht erschien, so dass sie ihn als den erkannten, der der Welt das Heil bringt.
Dieses Licht will uns allen erscheinen, nicht nur in der Dunkelheit des Winters mit weihnachtlichem Kerzenschimmer, sondern auch in unserer ganz persönlichen Dunkelheit, in unserer Trauer, unserer Einsamkeit, unserem Schmerz. Wir können es einlassen und darauf vertrauen, dass es uns Frieden schenkt.

Ich wünsche Ihnen allen im Schein dieses göttlichen Lichtes ein helles, friedliches Weihnachtsfest und ein gesegnetes Jahr 2018,

Ihre Pfarrerin Nana Dorn